Unsere Kapitalanlage Briefe erscheinen jeweils halbjährlich und werden, vor der Veröffentlichung im Internet, unseren Kunden per Post zugestellt.

Kapitalanlage Brief 01/2012

1. Der Aktienmarkt

Das Gesamtjahr 2011 gestaltete sich für viele Teilnehmer an den Kapitalmärkten äußerst schwierig. Diejenigen, die sich nicht frühzeitig in Richtung Sicherheit und Kapitalerhalt ausgerichtet haben, mussten teilweise schwere Verluste auf Ihr Vermögen hinnehmen. Insbesondere Finanztitel verloren im Zuge der Finanzierungskrise europäischer Randzonen stark an Wert.
Eine Erholung zum Jahresende, sowie die Intervention der Schweizer Nationalbank im Sommer verhinderte einen noch größeren Kapitalschnitt.

Die durchschnittliche Wertentwicklung -netto- der durch die Huser und Wolf Vermögensverwaltung AG verwalteten Kundendepots für das Jahr 2011 beträgt

    in CHF     +5,49 %        
    in EUR     +7,03 %

Wie auch im Krisenjahr 2008 (LehmanBrothers) konnten wir positiv zum stetigen Vermögensaufbau unserer Kundschaft beitragen.


Unser Ausblick in die Zukunft:

Mittelfristig sehen wir, aber erst nach einer endgültigen Bereinigung, große Chancen in  massiv unterbewerteten Realwerten.

Die Wertentwicklung ausgewählter Börsen seit Ihrem Höchststand:

IBEX Spanien -45 %        MIB Italien -66 %
ISEQ Irland -70 %          PSI Portugal -60 %        ATHEX Griechenland -90 %

Falls diese Länder den Euroraum verlassen und abwerten, entstehen aus unserer Sicht für Besitzer von Hartwährungen einmalige Gelegenheiten für gezielte Investitionen in ausgesuchte Werte mit starken fundamentalen Daten.
Nach einer Abwertung bietet sich die Möglichkeit an, Realwerte mit einem Preisnachlass von 80-95 % zu erwerben. Es sind nach einem Staatskonkurs stets Realwerte, Unternehmen (exklusive Banken), welche von einer Abwertung der Papierwährung  am stärksten profitieren.


Ein Beispiel:

Nach dem Konkurs Argentiniens zum Jahreswechsel 2002 hat dessen Währung Peso zum Schweizer Franken bis zum Sommer 2002 um  80 % abgewertet. Besitzer von Obligationen haben Ihr sämtliches Vermögen verloren. Die Banken wurden verstaatlicht.

Besitzer von Realwerten konnten jedoch Ihr Vermögen erhalten.

Der Argentinische Aktienindex hat sich, in der Hartwährung Schweizer Franken gerechnet, also unter Berücksichtigung der Abwertung, vom damaligen Tief wieder komplett erholt.

argentinien staatspleite aktienindex


2. Rohstoffe, Obligationen und Währungen

Die Welt hat sich verändert. Sicherheit zahlt keine Zinsen mehr. Möchte man einen Zinsertrag, so muss man das Risiko eines Totalausfalles mit einkalkulieren. Dies führt zu einem totalen Missverhältnis von eingegangenem Risiko zum erzielten Ertrag. Aktuell heißt dies kurz und einfach: Hände weg von Obligationen.
Stattdessen wird unserer Ansicht nach dieses Jahr der US Dollar und eventuell sogar wieder der Schweizer Franken, wenn auch in geringerem Ausmass, weiter stark bleiben. Wir bleiben hier investiert.
Mit der Ausnahme einer Zuspitzung der Auseinandersetzungen im Nahen Osten sehen wir eine weitere Abkühlung bei den Rohstoffpreisen. Insbesondere Gold und Silber werden wohl noch eine ganze Zeit lang konsolidieren oder auch noch kräftiger korrigieren.


3. Makroökonomie

Die beiden größten Krisenherde sind nach wie vor in Europa und im Nahen Osten. Wir gehen davon aus, dass in diesem Jahr zumindest Griechenland die Eurozone verlassen wird. Der Konflikt mit dem Iran ist, da 2012 in Amerika auch noch ein Wahljahr ist, weiterhin nur sehr schwierig zu beurteilen.