In unregelmässigen Abständen lesen Sie hier unsere aktuellen Informationen und Kommentare.

Hugh Hendry: China in der Sackgasse und die nächste Kaufgelegenheit

Hugh Hendry, erfolgreicher Hedge Fonds Manager bei Eclectica, erläutert in seinem letzten Brief anschaulich wieso er davon ausgeht, dass die nächste Krise in Asien, mit einem Einbruch Chinas, starten wird. Und dass der nächste Einbruch an den Kapitalmärkten wohl die Gelegenheit bieten wird, langfristig orientierte, strategische Investitionen in Aktien aufzubauen.

April 2012 TEF Commentary

Michael Steinhardt über das Versagen der FED und die Wall Street

Michael Steinhardt ist ein Veteran. Er war einer der ersten Hedge Fonds Manager an der Wall Street. Er realisierte für seine Mandanten von 1967 an, über den nachfolgenden Zeitraum von 28 Jahren, eine annualisierte Nettorendite von 24,5 Prozent.

Sein Buch "No Bull: My Life In and Out of Markets" befindet sich in unserer Bibliothek und ist empfehlenswert.

Im nachfolgenden Interview geht Steinhardt auf die, seiner Ansicht nach, verfehlte Politik der amerikanischen FED, sowie auf die Veränderungen an der Wall Street generell ein.

 

 

George Soros - die Euro Krise verschärft sich

George Soros sprach am 13. April 2012 an der Veranstaltung "The Future of Europe" am Institute for New Economic Thinking's (INET) in Berlin über die Euro Krise.

Er geht auf die, wie er es beschreibt, "Kognitive Dissonanz" zwischen dem, was die Politiker sich vorstellen und dem, was sich in der Realität abspielt ein. Seiner Meinung nach bewegt man sich in die falsche Richtung und die Krise verschärft sich weiter.

Er hofft sogar, dass das Volk endlich aufwacht und die Politik zu nachhaltigen Lösungen zwingt.

Werden keine Lösungen erreicht, so sieht er die EU und den freien Markt auseinanderfallen. Er sieht dann ein Zurückfallen in die Zeiten der grossen Konflikte innerhalb Europas.

Eine Zusammenfassung des Interviews können Sie auch unter diesem link: "Soros: Europe Facing Soviet Style Collapse" lesen.

 

 

Der Kater nach der Überdosis Liquidität

Wie bereits in unserem letzten Artikel angekündigt reagieren die Märkte momentan negativ auf die auslaufenden Hilfspakete für die europäischen Banken.

Knapp 1'000 Milliarden Euro haben sich die Geschäftsbanken seit Dezember, im Zuge des LTRO Programmes, von der Europäischen Zentralbank ausgeliehen. Geld, das von den Banken unter anderem dafür verwendet wurde, um italienische und spanische Staatsanleihen zu kaufen. Dies drückte kurzfristig die Zinsen nach unten und befeuerte so die Märkte.

Ohne diese Hilfe der EZB wären unter anderem viele spanische Banken nicht mehr überlebensfähig gewesen: Allein diesen März borgten sich die Geldinstitute Spaniens von der EZB mit rund 316 Milliarden Euro schon wieder doppelt so viel wie im Februar (siehe Artikel NZZ). Der Stress im System steigt also wieder an.

Seit dem Ende der „long term refinancing operations“ (LTROs) der EZB ist die Rendite auf spanische Staatsanleihen zurück auf knapp 6% gestiegen (siehe spanische 10j Bonds Bloomberg).

Die Zeitschrift "The Economist" geht in diesem lesenswerten Artikel näher auf die spezielle Situation in Spanien ein.

Aus unserer Sicht kann das europäische Problem kurz- bis mittelfristig nur durch weitere Liquiditätsmassnahmen beruhigt werden. Sollten die USA zudem noch vor den Wahlen, bei nachlassender ökonomischer Aktivität, ein "Quantitative Easing 3" Programm auflegen, so wird Gold (und Silber) wieder in den Fokus der Anleger rücken.

 

gold 13-04-12

 

 

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